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Aminosäuren sind die Grundbausteine des Lebens. Aus nur 22 Aminosäuren werden etwa 100.000 verschiedene Eiweißbausteine (Proteine) aufgebaut.
Nur in geringem Umfang kann der Körper Aminosäuren speichern und z. T. kann er diese auch nicht selbst herstellen.
Die von unserem Körper nicht selbst hergestellten Aminosäuren nennt man essentiell. Die Aminosäuren die vom Körper durch Eigensynthese selbst hergestellt werden können nennt man nicht-essentiell.
Von den bekannten 22 Aminosäuren kann der menschliche Organismus 8 nicht selbst herstellen. Diese 8 essentiellen Aminosäuren müssen ihm durch die Ernährung (oder durch entsprechende Ergänzungen) zugeführt werden.
Unsere Ernährung versorgt uns nicht mit dem Protein das für den Aufbau und Erhalt unseres Körpers benötigt wird, vielmehr wird das tierische oder pflanzliche Protein das wir zu uns nehmen in seine Aminosäurenbestandteile zerlegt, welche der Körper dann benutzt um die speziellen benötigten Proteine zu bauen. Dadurch ist nicht das Protein, sondern sind die Aminosäuren essentielle (lebenswichtige) Nährstoffe.
Damit der Körper Protein richtig verwertet und synthetisiert, müssen alle essentiellen Aminosäuren im richtigen Verhältnis vorhanden sein.
Ist eine essentielle Aminosäure nur wenig oder gar nicht vorhanden, dann wird die Wirkung aller anderen entsprechend beeinträchtigt.
In der orthomolekularen Ernährung spielen einzelne Aminosäuren bei der Prophylaxe und Behandlung eine zunehmend wichtige Rolle.
Bei der Verwendung von einzelnen Aminosäuren sollten Sie Ihren Arzt oder Therapeuten konsultieren.
Die Nährstoffwissenschaft hat vor allem in den USA, aber auch immer mehr in Europa, in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte bei der Erforschung der therapeutischen Wirksamkeit einzelner Aminosäuren gemacht.
So sind Aminosäuren in den USA seit langem als Nährstoffsupplemente in allen "Health Shops" und Reformhäusern erhältlich, während man in Deutschland den therapeutischen Nutzen, den diese Substanzen für die Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit haben, erst allmählich erkennt.
Man unterscheidet Aminosäuren nach Ihrer L- oder D-Form. In beiden Formen finden wir die gleiche Anordnung der Atome vor, allerdings jeweils spiegelverkehrt.
Für unsere Ernährung sind Aminosäuren nur in der L-Form verwertbar (mit Ausnahme von Methionin und Phenylalanin, wo auch die D-Form resorbiert werden kann).
Die meisten Aminosäuren in proteinhaltigen Lebensmitteln weisen jedoch die verwertbare L-Form auf. Bei der Zubereitung von Speisen können sie allerdings ihre Form verändern, und gehen dann, z.B. bei Hitzezufuhr durch Kochen oder Braten, oder wenn Speisen mit Zucker oder Fetten (z.B. durch frittieren) zubereitet werden, von der L-Form in die D-Form über und sind dann für unseren Stoffwechsel nicht mehr brauchbar. Dadurch wird dem Stoffwechsel nicht nur Eiweiß entzogen, es kann auch darüber hinaus zu Beschwerden durch faulende Eiweißrückstände im Darm kommen.
Vitamine sind die Lieblinge der Natur. Sie werden besonders schnell aus der Nahrung freigesetzt und übers Blut zu den Zellen transportiert.
Selen, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Chrom, Jod, Fluor und andere Spurenelemente haben es ungleich schwerer. Sie sind im Dünndarm auf winzigkleine Eiweißträger angewiesen. Dies sind die Aminosäuren, die kleinsten Eiweißbausteine. Die Spurenelemente springen auf diese Träger auf und werden durch sie zu Ihren Zielorten, den Körperzellen, transportiert. Ein weiterer Grund also, weshalb Eiweiß unbedingt zu Aminosäuren abgebaut werden muss.
Wenn die kleinen Eiweißträger fehlen, sind die Spurenelemente sehr traurig. Sie klagen dann "Warum sind denn keine Eiweißträger da? Wir können doch alleine nicht in die Körperzellen gelangen. Ach wie schön war es, wie wir noch eben mit den Vitaminen im Spinatblatt Stoffwechsel gespielt haben. Und jetzt warten sie in den Zellen dieses Menschen auf uns, um weiter Stoffwechsel zu spielen, aber es kommen keine Eiweißträger…"
Die Folge: Die kostbaren Spurenelemente werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Dadurch leidet der Organismus nicht nur an Eiweißmangel, sondern auch an Spurenelementdefiziten. Schließlich sind Vitamine ohne diese wichtigen Nährstoffe nur die Hälfte wert. Da ist es nicht verwunderlich wenn sich Beschwerden und schließlich auch Krankheiten einstellen.
Menschen mit einer Nieren- oder Leberkrankheit sollten Aminosäuren nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt ergänzen.